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Node-RED als Backend & Microservice: Architektur für den professionellen Einsatz
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Node-RED als Backend & Microservice
Professioneller Einsatz jenseits von Bastelprojekten
Ziel: Node-RED als ernstzunehmende Backend-Komponente einsetzen. Ergebnis: Du nutzt Node-RED als API-Backend & Microservice, sauber integriert, sicher betrieben und skalierbar gedacht.
1. Node-RED als API-Backend: Klarer Auftrag statt Alleskönner
Node-RED eignet sich hervorragend als API-Schicht zwischen Systemen:
- REST-Endpoints bereitstellen
- Daten aggregieren & transformieren
- externe Dienste orchestrieren
- Business-Regeln anwenden (leichtgewichtig)
Wichtiges Architekturprinzip: Node-RED ist nicht die komplette Anwendung – es ist die Integrations- und Orchestrierungsschicht.
Gute Einsatzszenarien
- Backend für interne Tools
- API-Broker für mehrere Services
- Glue-Layer zwischen Legacy & Cloud
- Event- und Webhook-Verarbeitung
👉 Denk in kleinen, klaren Endpunkten, nicht in monolithischen Flows.
2. Trennung von Logik & UI: Sauber bleiben, langfristig gewinnen
Ein häufiger Fehler:
„Die UI hängt direkt am Flow, dann spare ich mir Arbeit.“
Kurzfristig bequem, langfristig teuer.
Saubere Trennung
- Backend (Node-RED): APIs, Regeln, Orchestrierung, Daten
- UI (separat): Web-Frontend, App, Dashboard, Client
Vorteile:
- unabhängige Weiterentwicklung
- klare Verantwortlichkeiten
- bessere Testbarkeit
- einfachere Skalierung
👉 Node-RED spricht HTTP & JSON – jede UI kann andocken.
3. Reverse Proxy: Sicherheit & Ordnung nach außen
Node-RED sollte nie direkt aus dem Internet erreichbar sein.
Aufgaben des Reverse Proxys
- HTTPS / Zertifikate
- Authentifizierung
- Routing & Pfade
- Rate Limiting
- Trennung mehrerer Services
Typische Setups:
- Nginx
- Traefik
- Caddy
- Apache (mit Bedacht)
👉 Der Reverse Proxy ist dein Türsteher – nicht der Editor.
4. Mehrere Instanzen: Ein Flow ist kein System
Sobald Node-RED produktiv genutzt wird, gilt:
Eine Instanz ist keine Architektur.
Gründe für mehrere Instanzen
- Trennung nach Aufgaben (z. B. API vs. Jobs)
- unterschiedliche Lastprofile
- Sicherheitszonen
- Mandantenfähigkeit
Bewährte Muster
- eine Instanz = ein Verantwortungsbereich
- gemeinsame Datenbank / Message-Broker
- getrennte Deployments
- klare Schnittstellen
👉 Mehrere kleine Node-REDs sind stabiler als ein großer.
5. Skalierungsideen: Realistisch statt Marketing
Node-RED skaliert anders als klassische Backends.
Was gut funktioniert
- horizontale Skalierung über mehrere Instanzen
- Aufteilung nach Funktion
- asynchrone Verarbeitung
- Queue-basierte Workflows
- externe Datenhaltung
Was nicht gut funktioniert
- Shared In-Memory-State
- riesige globale Kontexte
- „alles in einem Flow“
- blindes Hochziehen von Threads
👉 Skalierung beginnt im Design, nicht im Load-Balancer.
Fazit: Node-RED ist ein Backend – wenn du es so behandelst
Professioneller Einsatz heißt:
- klare API-Rollen
- saubere Trennung von UI & Logik
- kontrollierter Zugriff über Reverse Proxy
- mehrere Instanzen statt Monolith
- Skalierung durch Architektur, nicht durch Hoffnung
Dann ist Node-RED:
- kein Basteltool
- kein Klickexperiment
- sondern ein robuster Microservice-Baustein
👉 Genau dort spielt es seine größte Stärke aus.