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ComfyUI installieren & richtig einrichten – stabiles Setup lokal und auf dem Server
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Installation & Grundsetup – ComfyUI lokal und auf dem Server
Bevor wir Bilder generieren, sorgen wir dafür, dass nichts im Weg steht.
Dieser zweite Teil der Serie hat ein klares Ziel: Am Ende läuft ComfyUI bei dir – reproduzierbar, stabil und ohne Voodoo.
Wir machen dabei bewusst keine Abkürzungen, denn 90 % aller späteren Probleme entstehen nicht im Workflow, sondern beim Setup.
Voraussetzungen: Was dein System mitbringen sollte
Bevor wir installieren, klären wir ehrlich, was nötig ist – und was nur „nice to have“.
GPU (sehr wichtig)
ComfyUI ist für GPU-Betrieb konzipiert.
Empfohlen:
- NVIDIA-GPU (CUDA)
- RTX 2060 oder besser
- Für SDXL: RTX 3060 (12 GB) oder mehr
VRAM-Richtwerte:
- SD 1.5: ab 6 GB nutzbar
- SDXL Base: 8–10 GB
- SDXL + Refiner: 12 GB+
- Video / Animation: mehr ist immer besser
CPU-only funktioniert theoretisch – praktisch macht es keinen Spaß.
Python
- Empfohlen: Python 3.10 oder 3.11
- Nicht: Python 3.12 (Stand heute oft inkompatibel)
- Python muss im PATH liegen (vor allem unter Windows!)
Speicherplatz
- ComfyUI selbst: ca. 1 GB
Modelle:
- SDXL Base: ~6,5 GB
- SDXL Refiner: ~6 GB
- LoRAs, VAEs, ControlNet: schnell zweistellig
Faustregel: 👉 Plane mindestens 50 GB freien Speicher ein.
Installation unter Windows
1. Python installieren
- Von python.org herunterladen
- Haken setzen bei „Add Python to PATH“
- Version prüfen:
python --version
2. ComfyUI herunterladen
- GitHub-Repository von ComfyUI klonen oder ZIP laden
- Entpacken, z. B. nach:
C:\AI\ComfyUI
3. Abhängigkeiten installieren
Im ComfyUI-Ordner:
pip install -r requirements.txt
⚠️ Typischer Fehler:
pip is not recognized
Lösung: Python ist nicht korrekt im PATH → neu installieren oder PATH prüfen.
4. Starten
python main.py
Browser öffnen:
http://127.0.0.1:8188
Wenn du das UI siehst: ✔️ geschafft.
Installation unter Linux (Debian / Ubuntu)
Ideal für:
- Server
- Workstations
- Dauerbetrieb
1. System vorbereiten
sudo apt update
sudo apt install -y git python3 python3-venv python3-pip
2. NVIDIA-Treiber & CUDA
- Proprietären NVIDIA-Treiber installieren
- CUDA muss zur Treiberversion passen
- Prüfen:
nvidia-smi
Wenn hier eine Tabelle erscheint → alles gut.
3. Virtuelle Umgebung (dringend empfohlen)
cd /opt
git clone https://github.com/comfyanonymous/ComfyUI.git
cd ComfyUI
python3 -m venv venv
source venv/bin/activate
pip install -r requirements.txt
4. Starten
python main.py
Server-Zugriff:
http://SERVER-IP:8188
💡 Tipp für Server:
python main.py --listen
Ordnerstruktur erklärt (wichtig!)
ComfyUI ist sehr strikt, was Ordnung angeht.
Zentrale Verzeichnisse
ComfyUI/
├─ models/
│ ├─ checkpoints/
│ ├─ vae/
│ ├─ loras/
│ ├─ controlnet/
│ └─ embeddings/
├─ custom_nodes/
├─ output/
└─ main.py
Was gehört wohin?
| Typ | Ordner |
|---|---|
| SD / SDXL Modelle | models/checkpoints/ |
| VAE-Dateien | models/vae/ |
| LoRAs | models/loras/ |
| ControlNet | models/controlnet/ |
| Textual Inversion | models/embeddings/ |
⚠️ Typischer Anfängerfehler: Modelle einfach „irgendwo“ ablegen → sie erscheinen nicht im UI.
Erstes Starten & UI-Überblick
Beim ersten Öffnen siehst du:
- eine große leere Arbeitsfläche
- ein paar Default-Nodes
- keine „Generate“-Taste
Das ist Absicht.
Grundprinzip:
- Rechtsklick → Node hinzufügen
- Nodes verbinden
- Kein Schritt ist implizit
Wenn du nichts verbindest, passiert nichts. Das ist kein Bug – das ist Design.
Modelle richtig ablegen (Praxisbeispiel)
Beispiel: SDXL nutzen
sd_xl_base_1.0.safetensors→models/checkpoints/sd_xl_refiner_1.0.safetensors→models/checkpoints/- Optionales VAE →
models/vae/ - ComfyUI neu starten
Danach sind die Modelle im Loader auswählbar.
„Wenn du diesen Fehler siehst → Lösung“
❌ CUDA not available
Ursache:
- falscher Treiber
- falsches PyTorch
- CPU-only installiert
Lösung:
- NVIDIA-Treiber prüfen
- PyTorch mit CUDA neu installieren
❌ Model not found
Ursache:
- falscher Ordner
- Tippfehler im Dateinamen
Lösung:
- Ordnerstruktur prüfen
- ComfyUI neu starten
❌ Out of Memory
Ursache:
- zu wenig VRAM
- zu hohe Auflösung
- SDXL + Refiner gleichzeitig
Lösung:
- Auflösung reduzieren
- Steps senken
- Refiner später einbauen
Typische Anfängerfallen (ehrlich)
- ❌ Zu viele Modelle auf einmal
- ❌ Custom Nodes installieren, ohne Basis zu verstehen
- ❌ Workflows blind kopieren
- ❌ Fehler als „KI ist kaputt“ abtun
- ❌ Keine Backups der funktionierenden Version
👉 Regel: Erst verstehen, dann erweitern.
Fazit
Wenn ComfyUI einmal sauber läuft, läuft es stabil. Die Investition in ein ordentliches Setup spart dir später Stunden an Frust.