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Die wichtigsten ComfyUI-Nodes verstehen – Workflows statt Klicks

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Die wichtigsten ComfyUI-Nodes verstehen – Workflows statt Klicks

Die wichtigsten Nodes verstehen (ohne Overkill)

Ein Bild ist nur ein Ergebnis – der Graph ist das eigentliche Produkt.

Nach Installation und erstem Start wirkt ComfyUI für viele wie ein leerer Raum mit Kabelsalat-Potenzial. Kein „Generate“-Button. Keine Presets. Keine Magie.

Genau hier beginnt der entscheidende Perspektivwechsel: In ComfyUI baust du keine Bilder, du baust Prozesse.

In diesem Artikel lernst du die zentralen Nodes, die fast jeder Workflow enthält – nicht als Feature-Liste, sondern als Denkmodell.

Das mentale Grundmodell: Was passiert eigentlich?

Bevor wir einzelne Nodes erklären, ein vereinfachtes Bild im Kopf:

  1. Ein Modell weiß, wie Bilder aussehen könnten
  2. Ein Prompt beschreibt, was du willst
  3. Ein Sampler entscheidet, wie das Bild entsteht
  4. Ein VAE übersetzt zwischen Zahlen und Pixeln
  5. Am Ende wird gespeichert

Jeder dieser Schritte ist in ComfyUI sichtbar und austauschbar.

1. Checkpoint Loader – das Gehirn deines Workflows

Der Checkpoint Loader lädt das eigentliche KI-Modell.

Was ein Checkpoint ist

Ein Checkpoint ist:

  • kein Stil
  • kein Preset
  • kein Filter

Sondern ein trainiertes neuronales Netz, das weiß:

„So sehen Bilder, Formen, Licht, Gesichter, Stile grundsätzlich aus.“

Warum das wichtig ist

  • SD 1.5 ≠ SDXL
  • Comic-Modelle ≠ Realismus-Modelle
  • Das Modell setzt den Rahmen, nicht das Ergebnis

💡 Denkregel:

Der Prompt fragt – der Checkpoint antwortet.

2. CLIP & Prompt Nodes – Sprache wird Bedeutung

Die CLIP-Text-Nodes übersetzen deinen Text in etwas, das das Modell versteht.

Positiver Prompt

  • Was soll im Bild sein
  • Stil, Stimmung, Details

Negativer Prompt

  • Was vermieden werden soll
  • Artefakte, Fehler, Unerwünschtes

Wichtiger Punkt

Der Prompt erzeugt kein Bild. Er erzeugt eine Bedeutungswolke.

💡 Typischer Denkfehler: „Mein Prompt ist gut, warum ist das Bild schlecht?“

Antwort: Der Prompt ist nur ein Einflussfaktor – nicht der Bauplan.

3. KSampler – der eigentliche Motor (verständlich erklärt)

Der KSampler ist der Node, der am meisten Respekt einflößt – völlig zu Unrecht.

Was der Sampler wirklich macht

Er nimmt:

  • Rauschen
  • dein Modell
  • deine Prompts

…und nähert sich schrittweise einem Bild an.

Die wichtigsten Parameter (ohne Mathe)

Steps

  • Wie viele „Denk-Schritte“ das Modell macht
  • Mehr Steps = mehr Zeit, nicht automatisch bessere Qualität

Faustregel: 20–30 Steps sind oft völlig ausreichend.

CFG (Classifier Free Guidance)

  • Wie stark das Modell auf den Prompt hört

  • niedrig → kreativ, freier

  • hoch → prompt-treu, starrer

Typischer Bereich: 6–8 (SDXL oft niedriger als SD 1.5)

Seed

  • Der Startpunkt des Zufalls

Gleicher Seed + gleicher Workflow = gleiches Bild

💡 Das ist der Schlüssel für:

  • Reproduzierbarkeit
  • Serien
  • Animation

Sampler-Typ

  • Die „Strategie“, wie sich das Bild entwickelt
  • Unterschiedliche Charaktere, keine „richtig/falsch“-Antwort

Wichtig: Sampler ändern den Weg, nicht das Ziel.

4. VAE Encode / Decode – die Übersetzer

VAE steht für Variational Autoencoder.

Encode

  • Bild → latenter Raum (Zahlen)
  • nötig für Weiterverarbeitung

Decode

  • latenter Raum → sichtbares Bild

Warum das wichtig ist

  • Das eigentliche Arbeiten passiert nicht im Bild
  • Sondern im latenten Raum

💡 Merksatz:

Stable Diffusion malt nicht – es rechnet.

5. Save Image – banal, aber essenziell

Der Save Image Node tut genau das, was er sagt:

  • speichert das Ergebnis

Warum er trotzdem wichtig ist:

  • mehrere Save-Nodes möglich
  • unterschiedliche Outputs
  • Vergleich von Varianten

In ComfyUI ist Speichern Teil des Workflows, kein Nebenschritt.

Warum die Reihenfolge entscheidend ist

In klassischen UIs ist die Reihenfolge verborgen. In ComfyUI ist sie der Kern der Logik.

Beispiel:

  • Prompt nach dem Sampler ändern? → bringt nichts
  • VAE vergessen? → kein Bild
  • Checkpoint falsch verbunden? → Chaos

Nodes sind keine Optionen, sie sind Abhängigkeiten.

💡 Goldene Regel: Wenn ein Node keinen Input bekommt, kann er nichts Sinnvolles liefern.

Der didaktische Kniff (noch einmal bewusst)

Ein Bild ist nur ein Ergebnis – der Graph ist das eigentliche Produkt.

Wenn du anfängst:

  • Graphen zu speichern
  • Varianten zu bauen
  • funktionierende Teile wiederzuverwenden

…dann arbeitest du mit ComfyUI – nicht gegen es.

Fazit

Du musst nicht alle Nodes kennen. Du musst die Grundbausteine verstehen:

  • Modell → Bedeutung → Prozess → Übersetzung → Ergebnis

Alles Weitere ist Erweiterung, nicht Voraussetzung.