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Anubis im DevSecOps-Stack: Wie KI-Sicherheit in der CI/CD-Pipeline funktioniert

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Anubis im DevSecOps-Stack: Wie KI-Sicherheit in der CI/CD-Pipeline funktioniert

Die klassische IT-Sicherheitsstrategie hat ein Problem: Sie beginnt oft erst nach dem Deployment.

In Zeiten von Cloud-native Architekturen, agilen Release-Zyklen und immer komplexeren Bedrohungsszenarien reicht es nicht mehr, Firewalls manuell zu konfigurieren oder Logfiles nachträglich auszuwerten.

Was moderne Unternehmen brauchen, ist Security-as-Code – integriert, automatisiert, intelligent.

Genau hier kommt Anubis ins Spiel: eine KI-gestützte Web-Firewall, die sich nahtlos in Docker, Kubernetes und CI/CD-Pipelines integrieren lässt, Logdaten in Echtzeit auswertet und automatisch dazulernt.

Warum DevSecOps und KI zusammengehören

DevSecOps bedeutet, Sicherheit nicht als separate Abteilung, sondern als festen Bestandteil des Entwicklungszyklus zu verstehen. Code, Tests, Deployment – alles wird automatisiert. Warum also nicht auch die Sicherheit?

Während klassische WAFs (Web Application Firewalls) manuell gepflegt werden müssen, kann Anubis Security-as-Code:

  • Policies liegen in YAML oder JSON-Dateien, versioniert im Git-Repo
  • KI-Modelle lernen automatisch aus Traffic-Mustern
  • Änderungen an Regeln oder Thresholds erfolgen über Pull Requests
  • Deployments integrieren sich in Docker, Helm oder GitLab CI/CD

1. Architektur: Anubis im DevSecOps-Kontext

Ein typischer Anubis-Stack sieht in modernen Umgebungen so aus:

GitLab CI/CD → Docker → Kubernetes → Ingress Controller → Anubis AI Firewall → App Services
  • GitLab/GitHub Actions: bauen Container, validieren Policies
  • Docker & Helm: liefern reproduzierbare Deployments
  • Kubernetes: orchestriert Pods, Services und Secrets
  • Anubis: filtert, klassifiziert und schützt APIs, bevor sie die App erreichen

Anubis arbeitet als intelligente Ingress-Schicht, die sowohl Traffic Protection als auch Security Telemetry übernimmt.

2. Integration in Docker und Kubernetes

Docker Compose Setup

Eine einfache Integration in Docker-Stacks gelingt mit wenigen Zeilen:

version: '3.9'
services:
  anubis:
    image: ghcr.io/anubis-ai/anubis:latest
    ports:
      - "8080:8080"
    volumes:
      - ./config/anubis.yaml:/app/config.yaml
    environment:
      - ANUBIS_MODE=adaptive
      - ANUBIS_LOG_LEVEL=info
    restart: always

  webapp:
    image: mycompany/webapp:latest
    expose:
      - "8000"
    networks:
      - backend

networks:
  backend:
    driver: bridge

Der Webverkehr läuft hier automatisch über Anubis, bevor er zur Anwendung weitergeleitet wird.

Kubernetes mit Helm

In Kubernetes-Umgebungen empfiehlt sich der Einsatz über Helm Charts:

helm repo add anubis https://charts.anubis.ai
helm install anubis anubis/anubis \
  --set config.security.ai_mode=adaptive \
  --set ingress.enabled=true \
  --set ingress.hosts[0].host=api.example.com

Tipp: Nutze initContainers, um Konfigurationen oder Modelle automatisch aus Git oder S3 zu laden.

3. Automatisiertes Lernen aus Logdaten

Der vielleicht spannendste Teil: Anubis lernt selbstständig.

Jeder Request wird mit einem Score versehen:

  • Legitimes Nutzerverhalten → positiv gewichtet
  • Verdächtige Anfragen → analysiert, ggf. geblockt
  • Wiederkehrende Muster → als Signatur gespeichert

Diese Daten landen in einem internen Event Store, der über API oder Filebeat/Logstash abrufbar ist.

Beispiel: Log-Integration mit ELK Stack

logging:
  output: /var/log/anubis/events.json
  format: json
  forward_to:
    type: elasticsearch
    endpoint: http://elk:9200

Analyse mit Kibana

In Kibana kann man etwa Dashboards erstellen:

  • Requests nach Score-Level
  • Geo-Verteilung verdächtiger Anfragen
  • Zeitliche Entwicklung von Blockierungsraten
  • Bot-Verhalten über Tageszeiten hinweg

Tipp für DevSecOps-Teams: Setze automatisierte Alerts in ELK oder Grafana, z. B. bei Anstieg des Bot-Traffics um >30 % in 15 Minuten.

4. Security-as-Code & Policy-Management

Mit Anubis Policies kannst du Sicherheitsregeln deklarativ verwalten – ganz wie Infrastructure-as-Code.

Beispiel: policy.yaml

rules:
  - id: block_suspicious_user_agents
    description: "Blockiert generische Scraper-User-Agents"
    match:
      header:
        User-Agent: "(curl|wget|python|scrapy)"
    action: block

  - id: api_rate_limit
    description: "Begrenzt API-Aufrufe"
    path: "/api/"
    limit: "50/minute"

  - id: learning_mode
    description: "Erlaubt adaptive Erkennung im Lernmodus"
    ai_mode: "monitor"

Diese Datei liegt im Git-Repository – Änderungen erfolgen über Merge Requests. Die CI/CD-Pipeline validiert die Policy automatisch mit:

anubis validate --config policy.yaml

So wird Security versionskontrolliert, überprüfbar und reproduzierbar.

5. KI in der Pipeline: Dynamische Anpassung

Während klassische Security-Tools statische Thresholds nutzen, kann Anubis dynamisch reagieren:

  • KI erkennt Verhaltensanomalien statt nur IPs
  • Modelle werden automatisch über Trainingsdaten aus Logs aktualisiert
  • „Drift Detection“ prüft, ob sich Traffic-Profile stark verändern

Beispiel: Training via CronJob in Kubernetes

apiVersion: batch/v1
kind: CronJob
metadata:
  name: anubis-train
spec:
  schedule: "0 3 * * *"
  jobTemplate:
    spec:
      template:
        spec:
          containers:
            - name: trainer
              image: ghcr.io/anubis-ai/trainer:latest
              args:
                - "--source=/data/logs"
                - "--update-model=true"
          restartPolicy: OnFailure

So bleibt dein Schutzschild immer aktuell, auch bei sich ändernden Mustern im Datenverkehr.

6. Integration mit CI/CD (GitLab, GitHub, Jenkins)

Ein klassisches Beispiel für GitLab CI/CD:

stages:
  - build
  - security
  - deploy

security:
  stage: security
  image: ghcr.io/anubis-ai/cli:latest
  script:
    - anubis validate --config policy.yaml
    - anubis scan --target ./docker-compose.yaml
  allow_failure: false

deploy:
  stage: deploy
  script:
    - kubectl rollout restart deployment anubis

Die Security Stage prüft automatisch Konfigurationen und simuliert Traffic. Nur wenn alle Checks bestanden sind, erfolgt der Deployment-Job.

Jenkins oder GitHub Actions lassen sich auf dieselbe Weise anbinden.

7. Sichtbarkeit durch Monitoring & Reporting

Ein gutes Security-System ist nur so stark wie seine Transparenz.

Anubis liefert Prometheus-kompatible Metriken:

Metrik Beschreibung
anubis_ai_confidence_avg Durchschnittliche Erkennungsgenauigkeit
anubis_blocked_total Gesamtzahl blockierter Requests
anubis_anomalies_detected Anzahl erkannter Anomalien
anubis_learning_iterations Anzahl der täglichen Modellaktualisierungen

Mit Grafana lassen sich daraus dynamische Dashboards für Security Health und Traffic Risk Level ableiten.

Pro-Tipp: Verknüpfe Anubis mit Slack oder Mattermost über Webhooks, um Security Events live im Teamchat zu sehen.


8. Praxis-Tipps für den Produktivbetrieb

Empfohlene Basis-Setup:

  • ai_mode: adaptive
  • prometheus_enabled: true
  • rate_limit: 100/min
  • policy_repo: git@github.com:org/anubis-policies.git

Update-Routine:

helm upgrade anubis anubis/anubis --reuse-values

Backup von Modellen:

kubectl cp anubis-0:/var/lib/anubis/models/ ./backup/

Automatisches Policy-Rollback: Falls ein Policy-Update Fehler verursacht:

anubis rollback --version v1.2.3

Sicherheit wird Teil des Deployments

Anubis ist mehr als nur eine Firewall – es ist ein intelligenter Bestandteil der DevSecOps-Kette. Mit KI-Analyse, automatischem Lernen und deklarativem Policy-Management wird Sicherheit zu einem wiederholbaren, automatisierbaren Prozess.

Statt Sicherheit „nachzurüsten“, wird sie mitdeployt – so, wie es moderne Cloud-Architekturen verlangen.

Für DevSecOps-Teams bedeutet das:

  • Weniger manuelle Pflege
  • Schnellere Reaktion auf Angriffe
  • Stetig lernende Abwehrmechanismen

Mit Anubis verschmilzt AI-driven Security nahtlos mit Continuous Delivery – und sorgt dafür, dass jedes Release sicherer ist als das letzte.