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Daten verarbeiten mit Node-RED: APIs, JSON & Webhooks richtig integrieren
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Daten verarbeiten – APIs, JSON & Webhooks
Node-RED als Integrationszentrale (API-Broker statt Klickskript)
Ziel: Node-RED als Integrationszentrale verstehen Ergebnis: Du setzt Node-RED gezielt als API-Broker ein – stabil, nachvollziehbar, wartbar.
1. HTTP In & HTTP Request: Ein- und Ausgang der Welt
Node-RED wird dann richtig stark, wenn es zwischen Systemen vermittelt. Genau dafür sind die beiden zentralen HTTP-Nodes da.
HTTP In – dein Eingangstor
Der HTTP In-Node macht Node-RED selbst zur API:
- Webhooks empfangen
- eigene REST-Endpunkte bereitstellen
- Trigger aus externen Systemen annehmen
Wichtiges Denkmodell: HTTP In ist kein Controller im klassischen Sinn, sondern ein Trigger für einen Prozess.
👉 Behandle jeden HTTP-In-Flow wie einen Eingangskanal, nicht wie eine Anwendung.
HTTP Request – dein Ausgangstor
Mit HTTP Request sprichst du andere Systeme an:
- REST-APIs
- Webservices
- interne Dienste
- Cloud-APIs
Best Practices:
- URL, Methode und Header klar definieren
- Timeouts setzen
- Antwort bewusst auswerten
👉 Node-RED ist hier kein „API-Client“, sondern ein Orchestrator.
2. REST-APIs anbinden: Denken in Verträgen, nicht in Calls
REST-APIs sind Verträge:
- Struktur
- Erwartung
- Antwortformat
- Fehlerfälle
Node-RED zwingt dich, diese Verträge sichtbar zu machen:
- Request
- Transformation
- Reaktion
Typischer sauberer Ablauf
- Eingang (HTTP In / Inject)
- Vorbereitung (Header, Parameter)
- API-Aufruf (HTTP Request)
- Auswertung (Statuscode, Body)
- Weiterverarbeitung oder Antwort
👉 Gute Flows spiegeln die API-Logik – schlechte verstecken sie.
3. JSON zerlegen & transformieren: Ordnung statt Datenmüll
APIs sprechen fast immer JSON. Das Problem ist selten das Format – sondern die Struktur.
Anfängerfehler
- alles in
msg.payloadlassen - wild verschachtelte Objekte
- keine klare Zielstruktur
Besser:
- JSON gezielt zerlegen
- relevante Felder extrahieren
- eigene, saubere Struktur bauen
Change- & Switch-Nodes sind hier oft besser als Function-Nodes:
- deklarativ
- sichtbar
- wartbar
👉 Ziel ist nicht „Daten rein“, sondern Daten passend machen.
4. Authentifizierung: Tokens, Header & Realität
Fast jede API will heute:
- API-Keys
- Bearer-Tokens
- spezielle Header
Node-RED kann das – aber Disziplin ist Pflicht.
Best Practices
- Credentials nicht hart im Flow
- keine Tokens im Klartext
- Header bewusst setzen
- Auth-Logik kapseln
👉 Denk in Zugriffsschichten, nicht in Einzellösungen.
Node-RED ist hier kein Sicherheitsrisiko – schlampige Flows sind es.
5. Fehlerhandling bei APIs: Der Unterschied zwischen Demo & Betrieb
Der größte Unterschied zwischen „funktioniert“ und „professionell“ ist Fehlerbehandlung.
Typische API-Fehler
- Timeout
- 4xx / 5xx Statuscodes
- ungültiges JSON
- leere Antworten
- Rate Limits
Schlechte Reaktion
„Debug zeigt rot – naja.“
Gute Reaktion
- Statuscodes auswerten
- alternative Pfade
- klare Fehlermeldungen
- definierte Antworten nach außen
👉 Ein guter Flow erwartet Fehler – und bricht nicht daran.
Fazit: Node-RED als API-Broker, nicht als Skript
Wenn du Node-RED richtig einsetzt:
- bündelt es APIs
- entkoppelt Systeme
- übersetzt Daten
- stabilisiert Prozesse
Dann ist es:
- kein Basteltool
- kein Klick-Workflow
- sondern eine Integrationsschicht
👉 Node-RED wird dann zum API-Broker, der:
- eingehende Signale versteht
- externe Systeme koordiniert
- und klare Antworten liefert