Self-Hosted Bildverwaltung

Benutzer, Freigaben und Alben in Immich – Fotos gemeinsam nutzen

Immich gemeinsam nutzen: Wir zeigen, wie mehrere Benutzer, gemeinsame Alben, Freigabelinks, Passwortschutz und Partner-Sharing funktionieren und wie Sie eine private Familien-Fotocloud aufbauen.

10 min Lesezeit
Grafik: Benutzer, Alben und Fotos gemeinsam nutzen

Mehrere Benutzer, gemeinsame Alben und Partner-Sharing richtig einsetzen

Eine selbst gehostete Fotoverwaltung wird besonders interessant, wenn sie nicht nur von einer einzelnen Person verwendet wird. In einer Familie besitzt beispielsweise jedes Familienmitglied ein eigenes Smartphone und damit eine eigene Fotosammlung. Gleichzeitig sollen Urlaubsbilder, Geburtstage oder Familienfotos gemeinsam betrachtet werden können.

Immich ist für solche Szenarien als Mehrbenutzersystem ausgelegt.

Jeder Benutzer kann eine eigene Mediathek besitzen und seine Smartphone-Aufnahmen automatisch sichern. Gleichzeitig können Bilder über gemeinsame Alben, Freigabelinks oder Partner-Sharing gezielt anderen Personen zur Verfügung gestellt werden.

Damit lässt sich eine private Foto-Cloud aufbauen, bei der nicht automatisch jeder Benutzer Zugriff auf sämtliche Bilder der anderen Familienmitglieder erhält.

In diesem siebten Teil unserer Immich-Serie beschäftigen wir uns mit Benutzerkonten, Berechtigungen, gemeinsamen Alben und den verschiedenen Möglichkeiten zur Freigabe von Fotos und Videos.


Das Mehrbenutzerkonzept von Immich

Immich kann von mehreren Personen gleichzeitig verwendet werden.

Jeder Benutzer erhält dabei grundsätzlich einen eigenen Account und eine eigene Bibliothek.

Ein mögliches Szenario sieht beispielsweise so aus:

                    Immich
                       │
        ┌──────────────┼──────────────┐
        │              │              │
        ▼              ▼              ▼
      Vater          Mutter          Kind
        │              │              │
        ▼              ▼              ▼
   Bibliothek A    Bibliothek B    Bibliothek C

Die persönlichen Medienbestände sind zunächst voneinander getrennt.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu einem klassischen gemeinsamen Netzlaufwerk, auf dem sämtliche Familienmitglieder dieselben Verzeichnisse sehen.

Die Trennung ermöglicht es, gezielt zu entscheiden, welche Inhalte geteilt werden sollen.


Mehrere Benutzer anlegen

Neue Benutzer werden durch einen Administrator eingerichtet.

Die entsprechende Funktion befindet sich in der administrativen Benutzerverwaltung von Immich.

Für jeden Benutzer werden unter anderem die notwendigen Kontodaten festgelegt.

Nach der Einrichtung kann sich die betreffende Person mit ihrem eigenen Account anmelden und beispielsweise die Immich-App auf dem Smartphone konfigurieren.

Anschließend besitzt jeder Benutzer seine persönliche Umgebung.

Ein Familienserver könnte beispielsweise folgende Accounts enthalten:

admin@familie.example
anna@familie.example
max@familie.example
kind1@familie.example
kind2@familie.example

Jede Person meldet sich mit ihren eigenen Zugangsdaten an.

Gemeinsam verwendete Accounts sollten vermieden werden. Separate Benutzerkonten ermöglichen eine wesentlich sauberere Rechtevergabe und machen später nachvollziehbar, wem welche Bibliothek gehört.


Benutzerrollen

Bei den Benutzerrechten muss zwischen normalen Benutzern und Administratoren unterschieden werden.

Normaler Benutzer

Ein regulärer Benutzer verwaltet hauptsächlich seine eigene Mediathek.

Dazu gehören beispielsweise:

  • eigene Fotos und Videos
  • eigene Alben
  • Favoriten
  • Archiv
  • Freigaben
  • persönliche Einstellungen
  • Smartphone-Backup

Auf Medien anderer Benutzer besteht nicht automatisch Zugriff.

Diese Trennung ist gerade bei Familien oder Installationen mit mehreren unabhängigen Benutzern wichtig.


Administrator

Administratoren erhalten zusätzliche Verwaltungsfunktionen.

Sie können unter anderem Benutzer verwalten und zentrale Servereinstellungen konfigurieren.

Administrationsrechte sollten deshalb nur Personen erhalten, die tatsächlich für den Betrieb der Immich-Installation verantwortlich sind.

Für einen Familienserver reicht beispielsweise häufig ein einzelnes Administratorkonto.

Das Prinzip lautet:

So viele Rechte wie notwendig, aber so wenige wie möglich.


Speicherplatz pro Benutzer

Bei mehreren Benutzern kann der Speicherverbrauch schnell wachsen.

Besonders Videos benötigen erhebliche Kapazitäten.

Ein Administrator sollte deshalb regelmäßig kontrollieren, wie sich der Speicherbedarf entwickelt.

Bei entsprechend unterstützten Immich-Versionen können für Benutzer Speicherquoten festgelegt werden. Damit lässt sich verhindern, dass ein einzelner Account den gesamten verfügbaren Speicherplatz verbraucht.

Ein denkbares Konzept wäre beispielsweise:

Eltern        500 GB
Kind 1        200 GB
Kind 2        200 GB
Reserve       100 GB
--------------------
Gesamt       1000 GB

Die tatsächliche Aufteilung hängt selbstverständlich vom verfügbaren Speicher und vom individuellen Nutzungsverhalten ab.


Gemeinsame Alben

Eine der einfachsten Möglichkeiten zur Zusammenarbeit sind gemeinsame Alben.

Ein Benutzer erstellt beispielsweise ein Album:

Sommerurlaub 2026

Anschließend können andere Immich-Benutzer eingeladen werden.

Dadurch entsteht eine gemeinsame Sammlung, ohne dass die vollständigen persönlichen Bibliotheken gegenseitig freigegeben werden müssen.

Typische gemeinsame Alben könnten sein:

  • Familienurlaub
  • Weihnachten
  • Hochzeit
  • Geburtstag
  • Einschulung
  • Vereinsveranstaltung
  • Hausbau
  • Familienfeier

Damit werden nur die tatsächlich gewünschten Medien geteilt.


Gemeinsame Alben in der Praxis

Angenommen, vier Familienmitglieder fahren gemeinsam in den Urlaub.

Jeder fotografiert mit seinem eigenen Smartphone.

Ohne zentrale Fotoverwaltung entstehen anschließend vier voneinander getrennte Sammlungen:

Smartphone Vater
        │
        ├── 350 Fotos

Smartphone Mutter
        │
        ├── 480 Fotos

Smartphone Kind 1
        │
        ├── 210 Fotos

Smartphone Kind 2
        │
        └── 190 Fotos

Mit Immich können alle relevanten Aufnahmen in einem gemeinsamen Album zusammengeführt werden:

              Urlaub Italien 2026
                       │
       ┌───────────────┼───────────────┐
       │               │               │
     Vater           Mutter          Kinder
       │               │               │
       └───────────────┼───────────────┘
                       ▼
                Gemeinsames Album

Die Originale bleiben dabei den jeweiligen Benutzern zugeordnet.

Das Album bildet lediglich eine gemeinsame Sicht auf die ausgewählten Medien.


Benutzer zu einem Album einladen

Beim Teilen eines Albums können andere Benutzer der eigenen Immich-Installation eingeladen werden.

Je nach eingeräumten Berechtigungen können diese das Album betrachten oder auch eigene Medien hinzufügen.

Damit eignet sich Immich hervorragend für gemeinsam gepflegte Sammlungen.

Nach einer Veranstaltung muss also nicht mehr jeder seine Fotos über Messenger, USB-Sticks oder unterschiedliche Cloud-Dienste verteilen.

Alle Beteiligten können ihre Bilder direkt in Immich zusammenführen.


Freigabelinks

Nicht jede Person, mit der Fotos geteilt werden sollen, benötigt einen Immich-Account.

Hierfür gibt es öffentliche Freigabelinks.

Ein Benutzer kann ausgewählte Inhalte beziehungsweise ein Album über einen speziellen Link verfügbar machen.

Dieser lässt sich anschließend beispielsweise über:

  • E-Mail
  • Messenger
  • QR-Code
  • Chat

weitergeben.

Der Empfänger öffnet den Link im Browser und benötigt dafür grundsätzlich keinen eigenen Immich-Benutzeraccount.

Das ist ideal für Verwandte oder Freunde, die lediglich einige Fotos ansehen sollen.


Öffentliche Freigabe bedeutet nicht öffentliches Internet

Der Begriff „öffentlicher Link“ kann zunächst missverständlich wirken.

Damit ist nicht gemeint, dass die Fotos automatisch für jeden Internetnutzer sichtbar oder über eine Suchmaschine auffindbar sind.

Der Zugriff erfolgt über den speziell erzeugten Freigabelink.

Trotzdem gilt:

Jeder, der einen gültigen Freigabelink besitzt, kann im Rahmen der eingeräumten Berechtigungen auf die damit freigegebenen Inhalte zugreifen.

Freigabelinks sollten daher genauso bewusst weitergegeben werden wie andere Zugangsinformationen.


Passwortschutz für Freigaben

Bei sensibleren Inhalten kann eine Freigabe zusätzlich mit einem Passwort geschützt werden.

Damit reicht der Link allein nicht mehr aus.

Der Ablauf sieht dann beispielsweise so aus:

Empfänger
    │
    ▼
Freigabelink
    │
    ▼
Passwortabfrage
    │
    ▼
Freigegebenes Album

Link und Passwort sollten bei besonders schützenswerten Inhalten möglichst über unterschiedliche Kommunikationswege übertragen werden.

Beispielsweise:

  • Link per E-Mail
  • Passwort per Messenger

Damit bietet die Freigabe eine zusätzliche Schutzschicht.


Ablaufdatum für Freigabelinks

Nicht jede Freigabe muss dauerhaft bestehen bleiben.

Immich ermöglicht es, Freigabelinks zeitlich zu begrenzen.

Ein Album könnte beispielsweise nur für einen bestimmten Zeitraum verfügbar sein.

Das eignet sich insbesondere für:

  • Veranstaltungen
  • Hochzeiten
  • Vereinsfotos
  • temporäre Projekte
  • Kundenfreigaben

Nach Ablauf des festgelegten Zeitraums funktioniert die Freigabe nicht mehr.

Aus Sicherheitsgründen ist das häufig sinnvoller, als Links über Jahre hinweg aktiv zu lassen.


Download erlauben oder verhindern

Bei Freigaben spielt außerdem eine wichtige Rolle, was Empfänger mit den bereitgestellten Bildern tun dürfen.

Je nach Freigabekonfiguration können entsprechende Aktionen zugelassen oder eingeschränkt werden.

Soll ein Empfänger Fotos lediglich betrachten, kann eine restriktivere Freigabe sinnvoll sein.

Sollen Familienmitglieder dagegen die Originalbilder herunterladen können, kann dies entsprechend ermöglicht werden.

Dabei sollte allerdings berücksichtigt werden:

Technisch lässt sich das Anfertigen einer Kopie eines angezeigten Bildes nie vollständig verhindern.

Selbst wenn keine Download-Schaltfläche angeboten wird, bleibt beispielsweise ein Screenshot möglich.


Familienbibliothek mit Immich aufbauen

Eine häufige Frage lautet:

Kann Immich wie eine gemeinsame Familien-Fotocloud verwendet werden?

Ja – allerdings sollte vorher überlegt werden, wie die Bibliotheken strukturiert werden sollen.

Eine sinnvolle Variante besteht aus persönlichen Bibliotheken und gemeinsamen Alben.

Beispielsweise:

Immich
│
├── Benutzer: Anna
│   └── persönliche Fotos
│
├── Benutzer: Max
│   └── persönliche Fotos
│
├── Benutzer: Lisa
│   └── persönliche Fotos
│
└── Gemeinsame Alben
    ├── Urlaub 2026
    ├── Weihnachten
    ├── Geburtstage
    └── Familienfotos

Damit bleibt die persönliche Privatsphäre erhalten und gleichzeitig entsteht ein gemeinsamer Bereich für wichtige Familienaufnahmen.


Partner-Sharing

Für Paare oder sehr eng zusammenarbeitende Benutzer bietet Immich eine weitere interessante Funktion: Partner Sharing.

Damit kann ein Benutzer seine Bibliothek mit einem anderen Immich-Benutzer teilen.

Das geht deutlich weiter als ein einzelnes gemeinsames Album.

Ein typisches Beispiel sind zwei Partner, die gegenseitig auf ihre Fotos zugreifen möchten.

Vereinfacht:

Anna
 │
 │ Partner Sharing
 ▼
Max

Max
 │
 │ Partner Sharing
 ▼
Anna

Wichtig ist, dass die Freigabe nicht automatisch gegenseitig sein muss. Wenn beide Benutzer ihre Bibliotheken miteinander teilen möchten, muss dies entsprechend eingerichtet werden.


Partner-Sharing oder gemeinsames Album?

Beide Funktionen erfüllen unterschiedliche Zwecke.

Gemeinsame Alben eignen sich, wenn nur bestimmte Fotos geteilt werden sollen.

Beispiel:

Hochzeit 2026

Partner-Sharing eignet sich, wenn eine Person einen wesentlich umfassenderen Zugriff auf die Bibliothek einer anderen Person erhalten soll.

Beispiel:

gesamte Fotobibliothek des Partners

Für die meisten Familienmitglieder sind gemeinsame Alben deshalb die restriktivere und häufig sinnvollere Variante.

Partner-Sharing sollte nur mit Personen aktiviert werden, denen entsprechend umfassender Zugriff eingeräumt werden soll.


Persönliche Bibliothek bleibt wichtig

Auch bei intensivem Sharing sollte die persönliche Bibliothek nicht unterschätzt werden.

Nicht jedes Smartphone-Bild gehört automatisch in ein Familienalbum.

Auf einem Smartphone befinden sich häufig auch:

  • Screenshots
  • Dokumente
  • Rechnungen
  • berufliche Bilder
  • Notizen
  • persönliche Fotos

Ein gemeinsamer Account für die gesamte Familie würde solche Inhalte unnötig vermischen.

Separate Benutzerkonten sind deshalb in den meisten Fällen die bessere Lösung.


Zugriffsrechte verstehen

Bei der Planung einer Immich-Installation sollte immer überlegt werden:

Wer benötigt Zugriff auf welche Inhalte?

Ein einfaches Berechtigungsmodell könnte so aussehen:

Administrator
     │
     ├── Serververwaltung
     └── Benutzerverwaltung

Benutzer
     │
     ├── eigene Bibliothek
     ├── eigene Alben
     └── eigene Freigaben

Eingeladener Benutzer
     │
     └── freigegebenes Album

Partner
     │
     └── freigegebene Partnerbibliothek

Externer Empfänger
     │
     └── Freigabelink

Damit lässt sich das Prinzip der minimal notwendigen Berechtigungen umsetzen.


Freigaben regelmäßig kontrollieren

Gerade nach mehreren Jahren können zahlreiche Freigabelinks entstehen.

Ein Album wurde vielleicht einmal für eine Geburtstagsfeier freigegeben und der Link funktioniert Jahre später immer noch.

Deshalb sollten bestehende Freigaben regelmäßig überprüft werden.

Nicht mehr benötigte Links sollten deaktiviert oder gelöscht werden.

Besonders wichtig ist das bei:

  • privaten Familienfotos
  • Kinderfotos
  • Dokumenten
  • Vereinsbildern
  • Unternehmensbildern

Eine regelmäßige Überprüfung reduziert unnötige Zugriffsmöglichkeiten.


Immich über das Internet erreichbar machen

Sollen externe Personen Freigabelinks öffnen können, muss die Immich-Installation für diese Personen erreichbar sein.

Bei einer klassischen Self-Hosting-Installation geschieht dies beispielsweise über:

Internet
   │
   ▼
https://fotos.example.de
   │
   ▼
Reverse Proxy
   │
   ▼
Immich

Wie bereits im Installationsteil dieser Serie beschrieben, sollte die Verbindung ausschließlich verschlüsselt über HTTPS erfolgen.

Der interne Immich-Port muss dafür nicht direkt aus dem Internet erreichbar sein.


Sicherheit bei externen Freigaben

Für öffentlich erreichbare Immich-Installationen sollten einige Grundregeln beachtet werden:

  • HTTPS verwenden
  • Immich regelmäßig aktualisieren
  • starke Benutzerpasswörter verwenden
  • Administratorrechte sparsam vergeben
  • Freigaben zeitlich begrenzen, wenn möglich
  • sensible Freigaben mit Passwort schützen
  • alte Freigabelinks löschen
  • Reverse Proxy aktuell halten
  • Daten regelmäßig sichern

Eine selbst gehostete Foto-Cloud bietet große Kontrolle über die eigenen Daten – gleichzeitig übernimmt der Betreiber aber auch die Verantwortung für ihre Absicherung.


Ein sinnvolles Familienkonzept

Für eine vierköpfige Familie könnte eine Immich-Installation beispielsweise folgendermaßen aufgebaut werden:

                    IMMICH
                       │
       ┌───────────────┼───────────────┐
       │               │               │
   Administrator    Benutzer        Benutzer
       │               │               │
     Vater           Mutter          Kinder
       │               │               │
       ▼               ▼               ▼
 persönliche       persönliche      persönliche
 Bibliothek        Bibliothek       Bibliotheken
       │               │               │
       └───────────────┼───────────────┘
                       ▼
               Gemeinsame Alben
                       │
           ┌───────────┼───────────┐
           ▼           ▼           ▼
         Urlaub    Weihnachten   Familie

Partner-Sharing könnte zusätzlich zwischen den Eltern eingerichtet werden.

Freunde und Verwandte erhalten dagegen lediglich zeitlich begrenzte Freigabelinks für ausgewählte Alben.

Damit entsteht eine flexible private Foto-Cloud, ohne dass sämtliche Benutzer automatisch sämtliche Inhalte sehen können.


Immich ist kein klassisches Dateirechtesystem

Bei allen Berechtigungsfunktionen sollte berücksichtigt werden, dass Immich primär eine Foto- und Videoverwaltung und kein klassischer Dateiserver ist.

Wer extrem komplexe Anforderungen benötigt wie:

Gruppe A darf Ordner X lesen
Gruppe B darf Ordner X schreiben
Benutzer C darf einzelne Dateien bearbeiten
Abteilung D darf nur Metadaten sehen

benötigt möglicherweise zusätzlich andere Systeme.

Immich konzentriert sich auf die typische Zusammenarbeit rund um private und gemeinsam genutzte Foto- und Videobibliotheken.


Best Practices für mehrere Benutzer

Für einen sauberen Mehrbenutzerbetrieb haben sich einige Grundregeln bewährt.

Eigener Account für jede Person

Keine gemeinsam verwendeten Benutzerkonten.

Administratorrechte begrenzen

Nur tatsächliche Administratoren benötigen diese Rolle.

Gemeinsame Alben bevorzugen

Nur die tatsächlich gewünschten Fotos teilen.

Partner-Sharing bewusst einsetzen

Die Funktion gewährt wesentlich umfassenderen Zugriff als ein einzelnes Album.

Freigabelinks absichern

Passwort und Ablaufdatum nutzen, wenn dies für den jeweiligen Inhalt sinnvoll ist.

Alte Freigaben entfernen

Nicht mehr benötigte Links sollten deaktiviert werden.

Backups durchführen

Benutzerverwaltung und Freigaben sind Teil der Immich-Datenbank. Deshalb muss neben den Originalbildern auch die Datenbank gesichert werden.


Immich ist weit mehr als eine persönliche Fotoverwaltung. Durch mehrere Benutzerkonten, gemeinsame Alben, Freigabelinks und Partner-Sharing lässt sich daraus eine leistungsfähige private Foto-Cloud für Familien und andere Benutzergruppen aufbauen.

Besonders überzeugend ist die Trennung zwischen persönlichen und gemeinsam genutzten Inhalten. Jedes Familienmitglied kann seine eigene Mediathek verwalten und gleichzeitig ausgewählte Fotos mit anderen teilen.

Gemeinsame Alben eignen sich hervorragend für Urlaub, Geburtstage oder Familienfeiern. Externe Personen können über Freigabelinks eingebunden werden, ohne einen eigenen Benutzeraccount zu benötigen. Passwortschutz und zeitliche Begrenzungen helfen dabei, solche Freigaben besser abzusichern.

Partner-Sharing geht noch einen Schritt weiter und ermöglicht einen umfangreicheren Zugriff zwischen ausgewählten Benutzern.

Damit lässt sich Immich so konfigurieren, dass es einerseits den Komfort kommerzieller Foto-Clouds bietet, andererseits aber die Entscheidung darüber, wer welche Fotos sehen darf, auf dem eigenen Server bleibt.

Im nächsten Teil unserer Serie wechseln wir vom Browser auf das Smartphone. Wir zeigen, wie die Immich-Apps unter Android und iOS eingerichtet werden, wie das automatische Foto-Backup funktioniert und worauf bei Hintergrundsynchronisierung, WLAN und mobilen Daten geachtet werden sollte.